Das Seminar für Soziologie

 

Das Seminar für Soziologie wurde 1968 gegründet. Heute umfasst es viereinhalb Professuren und beschäftigt ungefähr 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Ausbildungsprogramm ist attraktiv und da ein grosser Teil der Angestellten Projektarbeit leistet, fliessen aktuelle Forschungsergebnisse direkt in die Lehre.

Das aktuelle Profil des Seminars für Soziologie ... mehr

 


Geschichte der Soziologie an der Universität Basel

Die Wurzeln des Fachs gehen auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Roberto Michels legte die Grundlagen. Er wurde 1914 als Statistiker und Politikwissenschaftler nach Basel berufen und behandelte hier als erster soziologische Themen. Aber bis zur Schaffung des ersten Lehrstuhls für Soziologie sollte es bis 1959 dauern. Berufen wurde Heinrich Popitz. Nach seinem Wechsel 1964 an die Universität Freiburg im Breisgau blieb der Lehrstuhl in Basel vier Jahre vakant.

1968 wurde das Seminar für Soziologie gegründet und Paul Trappe zum ersten Seminarvorsteher berufen. Er prägte mit seinen Forschungsschwerpunkten Wirtschafts-, Entwicklungs- und Rechtssoziologie das Basler Institut bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002 nachhaltig. Das Fach als solches war in dieser Zeit grossen Veränderungen unterworfen, denn es erlebte einerseits im Kanon der Wissenschaften eher einen Bedeutungsrückgang und differenzierte sich andererseits in zahlreiche verschiedene Soziologien aus.

Nach einer drei Jahre dauernden Interimslösung begann 2005 mit einer Aufstockung auf zweieinhalb Professuren die jüngste Phase des Fachs. Seither sind die Studierendenzahlen markant gestiegen; 2009 kam eine Tenure Track Professur für Afrikastudien hinzu und 2011 eine SNF-Förderprofessur.